Sonntag, 22. August 2021

Tag 6 Samstag:  
Gesamtdistanz: 229 km

Heute steht nicht viel auf dem Programmzettel. Meine Fähre fährt um 16:45 Uhr ab Langnäs (Aland) in Richtung Kapellskär (Schweden). Ich baue gemütlich mein Zelt ab und genieße den einsamen Platz am Strand mit Meeresrauschen. Es fehlt an nichts.
Da ich noch ein wenig Zeit habe steht noch das Schloss Kastelholm auf der Liste. Der freundliche Herr am Eingang gibt mir die eigentlichen kostenpflichtigen Karten umsonst, naja wenn man nett fragt. Finde allerdings, es sieht eher aus wie eine Burg. Danach fahre ich noch in die Hauptstadt (wir nennen es einmal so) Mariehamn – die sehr übersichtlich ist. Das Brandkarsmuseet (Feuerwehrmuseum) war leider geschlossen, deshalb nur ein Blick durchs Fenster - dass hat leider nicht geklappt - war auch nicht geplant.
Übrigens macht auch die schwedische Königsfamilie auf Aland gern hier Urlaub, auch zur selben Zeit, wie mir meine Mutter aus dem „Goldenen Blatt“ berichtete – und DIE müssen es wissen.😜
Ein „echter“ Kaffee hat auch was. Beim Check-In Häuschen ist erst mal keiner da und ich gerate in Panik. Ich sehe schon die Fähre anlegen, da kommt das Servicepersonal und drückt mir die Bordkarten in die Hand. Alles gut. Ich bin der Einzige mit einem Motorrad in Richtung Schweden.
Ich muss nur 90 km zum nächsten Hotel fahren, es ist ein Vorort vor Stockholm, aber nur noch 25min bis zum Zentrum Stockholm, das ich mir für den Sonntag aufhebe. Der Check ohne Rezeptionistin verläuft schwierig, ein Telefon und Selbstmanagement helfen weiter. Andere haben auch nur Probleme, mal funktionieren diese elektronischen Karten nicht, what ever. Das Telefon ist ständig in Beschlag.   















Freitag, 20. August 2021

Tag 5 Freitag:

Im Hostel in Turku packe ich meine Sachen zusammen und mache mich auf, noch wenigstens eine Sehenswürdigkeit mitzunehmen: Die Burg Turku aus dem 13. Jh. Ich navigiere aber zum gegenüberliegenden Hafen. Es regnet – schon wieder. Ich mache einen Schnappschuss und fahre in Richtung Naantali um die Fähre nach Langnäs auf Aland zu nehmen. Ein paar nette Gespräche über den Umbau eines Feuerwehrautos als Wohnmobil und deren Nutzung mit H-Kennzeichen befahren wir die Fähre. Ich habe eine Außenkabine und es gibt sogar etwas zu Essen und das für schlanke 41,90€.
Die Insel Aland empfängt uns bei herrlichen Sonnenschein und 20 Grad. Ich fahre den Südzipfel um danach hoch in den Norden zu reisen. Das Ziel ist Degersands Ressort. Hierauf hatte ich mich wirklich gefreut und war der Hauptgrund Zelt, Schlafsack, Isomatte, Gaskocher und Essgeschirr mitzunehmen, denn: Camping ist angesagt. Aber nicht Glamping, sondern einfach aber eindrucksvoll ist die Devise. Ich bezahle 15 € und darf mir den Platz direkt am Strand aussuchen. Ja, so hatte ich mir das gedacht. Herrliches Wetter, Essen direkt am Meer und zur Schlafenszeit im Zelt hörst Du nur noch Meeresrauschen. Besser geht aber auch nicht....
Morgen verlasse ich endgültig Finnland und selbige Fähre nimmt mich bis Kapellskär (Swe) mit.




Bilder des Tages:




















Donnerstag, 19. August 2021

Tag 4 Donnerstag (Nachtrag):

Von sechs Stunden Motorradfahren, waren vier im Leicht- bzw. im Starkregen. Gibt ja bekanntlicher Weise kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung. Der ältere Herr im Teema-Hostel fragt mich, was ich denn mache, wenn es Dauerregnet ? Ich antworte: Na weiterfahren...ich habe schließlich ein Ziel und ein Hostel in Turku gebucht.

Ich bin in Richtung Jyväskylä unterwegs das einige "finnische" Highlights ausweist. Einen Wasserturm, die Matti Nykänen-Sprungschanze, div. Kirchen und eine Brücke, die Kärkisten sita (Kärkistensalmi-Sund).

Neben der Brücke (Gedanklich frage ich mich beim Fahren, warum man eine Brücke als Sehenswürdigkeit benennt. Der Lidl-Besucher sagt: Ist halt ne Brücke.), besuche ich eine andere Sehenswürdigkeit: Die Sauna-Village (Saunakylä). Nun kenne alle eine finnische Sauna und deren Inhalt😆 und die Saunakultur wurde eben hier in Jämsä gegründet.

"In Saunakylä gibt es 24 historische Rauchsaunen, von denen die älteste aus dem 18. Jahrhundert stammt. Die neuesten Rauchsaunen repräsentieren den Rauchsaunastil der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Die ältesten Rauchsaunen erzählen ihre eigene Story über die Geschichte der finnischen Sauna und über die Traditionen des Saunabaus in den einzelnen Regionen"

Mein Hostel in Turku bezeichne ich mal als Suboptimal. Mein Zimmer ist im 2.Stock und ich laufe endlose Gänge. Kein optimaler Abstellplatz fürs Motorrad kommt hinzu. Dann darf ich noch die Bettwäsche aufziehen😒. Dafür läuft der Kocher im Bad (Zimmer hat ja Rauchmelder) und der Fön im Dauereinsatz um wenigstens ansatzweise alles wieder trocken zu bekommen.

...ach: Meinen Finnischen Bekannten habe ich dann doch verfehlt...😓..er sagt: Das Wetter wird besser..😲

Ein, zwei lauschige Plätzchen gab es dann doch noch, seht selbst, die Bilder des Tages:  




...lauschig










Kärkisten silta





Mittwoch, 18. August 2021

Tag 4 Donnerstag:

Ich stehe ganz früh auf um was hören ? Genau Starkregen😠 Was macht man ? Na am besten wieder hinlegen😁 Gegen 8:00 Uhr hört der Regen auf und die Stimmung steigt. 
Für heute gibt es zwei Optionen: Entweder ich besuche den Finnen Veli im Hämeenkoski (456km - Route in Rot) oder ich fahre etwas direkter 407km -Route in Magenta  ). Es wird beim Besuch eh nur für ein "High Five" reichen, aber was macht man nicht alles.....
Ziel des heutigen Tages ist in jeden Fall Turku.



Tag 2 und 3 Dienstag und Mittwoch

Nachdem uns die Fähre in Helsinki ausgespuckt hat, mache ich mich auf den Weg noch ein paar Sehenswürdigkeiten in Helsinki mitzunehmen. Darunter fallen die Uspenski-Kathedrale, der weiße Dom von Helsinki, der Senatsplatz und das Olympiastadion. Mit dem Motorrad ist man überall schnell am Ziel. 
Danach mache ich mich neben der Autobahn 4 auf kleinen Straßen in Richtung Norden. Mein Ziel für die Übernachtung ist das Hostel Teemahostel in Toivakka. Das liegt nicht unweit (ca. 40km) von Jyvsäskylä, die Empfehlung von Veli (hat mir eben zur "good Route" gratuliert.😆
Ich fahre an vielen Seen vorbei, dafür dürfte Finnland ja bekannt sein. Es bläst ein starker Wind und bei den Brückenüberfahrten muss ich mit meiner Schrankwand aufpassen. Entgegen der Wettervorhersage (90% Regenwahrscheinlichkeit) sind es angenehme 17 Grad (sagt Yamaha) und ich bleibe trocken.
Das Hostel ist sauber und multifunktional - alles da, bis auf den Zimmerschlüssel. Diesen bekomme ich durch ein Zahlenschloss am Eingang - keine Ahnung, was er mir für eine Nummer mitgeteilt hat. Arrangiert dann alles sein 13jähriger Sohn - so möchte ich auch mal arbeiten ! Küche wurde jedenfalls gleich mal benutzt.
Irgendwie "klauen" uns die Finnen die ganzen "ä" 😜
Die Einreise lief mit einer Personenkontrolle durch Ausweis und Impfpass problemlos ab. Also "Impfen lassen!!!" Ein Test hätte man vor Ort ebenfalls machen können.