Donnerstag, 19. August 2021

Tag 4 Donnerstag (Nachtrag):

Von sechs Stunden Motorradfahren, waren vier im Leicht- bzw. im Starkregen. Gibt ja bekanntlicher Weise kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung. Der ältere Herr im Teema-Hostel fragt mich, was ich denn mache, wenn es Dauerregnet ? Ich antworte: Na weiterfahren...ich habe schließlich ein Ziel und ein Hostel in Turku gebucht.

Ich bin in Richtung Jyväskylä unterwegs das einige "finnische" Highlights ausweist. Einen Wasserturm, die Matti Nykänen-Sprungschanze, div. Kirchen und eine Brücke, die Kärkisten sita (Kärkistensalmi-Sund).

Neben der Brücke (Gedanklich frage ich mich beim Fahren, warum man eine Brücke als Sehenswürdigkeit benennt. Der Lidl-Besucher sagt: Ist halt ne Brücke.), besuche ich eine andere Sehenswürdigkeit: Die Sauna-Village (Saunakylä). Nun kenne alle eine finnische Sauna und deren Inhalt😆 und die Saunakultur wurde eben hier in Jämsä gegründet.

"In Saunakylä gibt es 24 historische Rauchsaunen, von denen die älteste aus dem 18. Jahrhundert stammt. Die neuesten Rauchsaunen repräsentieren den Rauchsaunastil der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Die ältesten Rauchsaunen erzählen ihre eigene Story über die Geschichte der finnischen Sauna und über die Traditionen des Saunabaus in den einzelnen Regionen"

Mein Hostel in Turku bezeichne ich mal als Suboptimal. Mein Zimmer ist im 2.Stock und ich laufe endlose Gänge. Kein optimaler Abstellplatz fürs Motorrad kommt hinzu. Dann darf ich noch die Bettwäsche aufziehen😒. Dafür läuft der Kocher im Bad (Zimmer hat ja Rauchmelder) und der Fön im Dauereinsatz um wenigstens ansatzweise alles wieder trocken zu bekommen.

...ach: Meinen Finnischen Bekannten habe ich dann doch verfehlt...😓..er sagt: Das Wetter wird besser..😲

Ein, zwei lauschige Plätzchen gab es dann doch noch, seht selbst, die Bilder des Tages:  




...lauschig










Kärkisten silta





Mittwoch, 18. August 2021

Tag 4 Donnerstag:

Ich stehe ganz früh auf um was hören ? Genau Starkregen😠 Was macht man ? Na am besten wieder hinlegen😁 Gegen 8:00 Uhr hört der Regen auf und die Stimmung steigt. 
Für heute gibt es zwei Optionen: Entweder ich besuche den Finnen Veli im Hämeenkoski (456km - Route in Rot) oder ich fahre etwas direkter 407km -Route in Magenta  ). Es wird beim Besuch eh nur für ein "High Five" reichen, aber was macht man nicht alles.....
Ziel des heutigen Tages ist in jeden Fall Turku.



Tag 2 und 3 Dienstag und Mittwoch

Nachdem uns die Fähre in Helsinki ausgespuckt hat, mache ich mich auf den Weg noch ein paar Sehenswürdigkeiten in Helsinki mitzunehmen. Darunter fallen die Uspenski-Kathedrale, der weiße Dom von Helsinki, der Senatsplatz und das Olympiastadion. Mit dem Motorrad ist man überall schnell am Ziel. 
Danach mache ich mich neben der Autobahn 4 auf kleinen Straßen in Richtung Norden. Mein Ziel für die Übernachtung ist das Hostel Teemahostel in Toivakka. Das liegt nicht unweit (ca. 40km) von Jyvsäskylä, die Empfehlung von Veli (hat mir eben zur "good Route" gratuliert.😆
Ich fahre an vielen Seen vorbei, dafür dürfte Finnland ja bekannt sein. Es bläst ein starker Wind und bei den Brückenüberfahrten muss ich mit meiner Schrankwand aufpassen. Entgegen der Wettervorhersage (90% Regenwahrscheinlichkeit) sind es angenehme 17 Grad (sagt Yamaha) und ich bleibe trocken.
Das Hostel ist sauber und multifunktional - alles da, bis auf den Zimmerschlüssel. Diesen bekomme ich durch ein Zahlenschloss am Eingang - keine Ahnung, was er mir für eine Nummer mitgeteilt hat. Arrangiert dann alles sein 13jähriger Sohn - so möchte ich auch mal arbeiten ! Küche wurde jedenfalls gleich mal benutzt.
Irgendwie "klauen" uns die Finnen die ganzen "ä" 😜
Die Einreise lief mit einer Personenkontrolle durch Ausweis und Impfpass problemlos ab. Also "Impfen lassen!!!" Ein Test hätte man vor Ort ebenfalls machen können. 









  

Dienstag, 17. August 2021

Tag 1 Montag gegen 18:30 Uhr

Es ist soweit, endlich geht es los. Die Vorbereitungen waren knapp, so sind einige „erfreuliche“ Zwischenfälle passiert, so dass zum Planen und Packen nicht viel Zeit blieb.

Ich wollte eigentlich meine lieb und getreue F800GS ins Rennen nach Skandinavien schicken, doch es kam etwas anders als gedacht. Die „Liebe für einen Sommer“ eine verunfallte Royal Enfield Himalayan, die wir für unseren Trip nach Südamerika wieder fit gemacht haben, stand nach der aktuellen Lage in Chile und Argentinien zur Disposition. Also: Kurzerhand verkauft. Ein Kaufinteressent aus Finnland, der Veli, meldete sich und hat die 2. Enfield von meinem Freund gekauft. Warum erzähl ich das ? Weil aufgrund seiner Empfehlung ich die Route radikal geändert habe. Ich habe da volles Vertrauen, nur Helsinki wollte ich mir in meiner Planung nicht nehmen lassen.

Um 18:30 Uhr bin ich dann die 297 km nach Travemünde gefahren – leider im ströhmenden Regen. Ab Hannover ging es dann, aber der Start war eher suboptimal. Der Check-In öffnet gegen 21:30 Uhr, ich habe um 22:30 meine Tickets in Empfang genommen. Vier Personen Kabine für mich ganz allein. 6 Motorradfahrer aus Finnland und zwei aus Deutschland wollen mit mir die Fähre als Motorradfahrer nutzen – man kommt schnell ins Gespräch. Der eine nimmt sich vier Wochen für Skandinavien inkl. Nordkap. Der Andere hat „nur“ einen Schlafsessel für die 29 Stunden dauernde Fahrt der Finstar der Finnlines. 550 Personen, sowie 133 Autos fasst die Fähre. Die Strecke beträgt 611 Nautisches Meilen, also etwa 1132km.
Am Check-In ändere ich noch schnell das Kennzeichen, denn nach einer Probefahrt mit der Yamaha Tenere 700 war klar, diese musste ich auch mal in der Garage stehen haben. Merkwürdiger Weise werden ich von vielen auf dieses Motorrad angesprochen. Nicht die nagelneue GS1250 Adventure mit all ihren Raffinessen, nicht die zwei Harleys. Alle gratulieren mir zu einem gelungen Bike, und auch ich kann diesen Lobpreisungen nur beipflichten.Dieses drehfreudige „CP2“ Aggregat aus der Tracer, diese Händling, einfach, aber eben auch gut ! Irgendwie will man mit ihr immer sofort ins Gelände, jeder Stopelacker wird unsicher gemacht – hatte ich bei den beiden KTM´s nie.
Der Finne gibt mir noch einen Tipp auf meiner Reise: Pass vor Renntieren und Elchen – Du hast keine Chance mit dem Bike – aber das Fleisch schmeckt sehr gut.












Freitag, 18. Juni 2021

Sonntag, 30. Mai 2021

Vorläufige Reiseplanung:

Tag 1:    Anreise Homebase - Travemünde
Tag 2:    Fähre Travemünde - Helsinki (Dauer 25 Std.😒)
Tag 3:    Finnland Helsinki (Stadt) - Tampere - Turku - Naantali 
Tag 4:    Naantali (Fähre) - Langnäs (Insel)
Tag 5:    Langnäs (Fähre) - Kapellskär (Schweden)
Tag 6-8: Kapellskär - 
                Schrottplatz Kyrkö Mosse
                Schloss Gripsholm (SWE)
                Ales Stenar Steindenkmal Hügel (SWE)
                Glimmingehus (Burg mit Festung SWE)
                Katthult Hof Gibberyds gård Michel
                
Schloss Kalmar (SWE)
Tag 9:    Malmö - Richtung Dänemark - Falster - Lolland -
Tag 10:  Fehmarn Richtung Homebase 











Mittwoch, 12. Mai 2021

In Plaung für Finnland bin ich gerade dabei zu überlegen, ob ich nicht einen Teil der Strecke die TET fahre.

Das TET (Trans Euro Trail) besteht aus über 51.000 km legaler unbefestigter Straße und ist eine epische Motorradreise durch einige der abgelegensten, vielfältigsten und inspirierendsten Landschaften Europas. 
Inspiriert vom wegweisenden Trans America Trail ermutigt der TET abenteuerlustige Fahrer, leicht zu reisen und die reiche Vielfalt des europäischen Landes und der europäischen Kultur zu erleben. Angetrieben von einem Team begeisterter Freiwilliger namens Linesmen, verlässt sich das TET auf seine Community, um das sich entwickelnde Streckennetz zu finden und zu verwalten, das 33 Länder durchquert.

https://transeurotrail.org/
https://www.facebook.com/groups/Transeurotrail.org/

Wir sind schon in D und Polen einige Kilometer der TET gefahren, die aber gut fahrbar waren. Natürlich ist das auch zeitaufwendiger und kommt deshalb auf meiner Tour nur sekundär in Betracht.